Grundlagen unserer Schulentwicklung

Um die Qualitätsansprüche, die wir an unsere Schule stellen, systematisch zu verfolgen und nachweisbar zu erfüllen, hat sich die Staatliche Berufsschule 2 entschlossen, ein Qualitätsmanagementsystem einzuführen. Bereits seit dem Jahr 2001 hat eine systematische Schulentwicklung nach dem von der European Foundation for Quality Management entwickelte EFQM-Modell stattgefunden, das aus der Wirtschaftswelt stammt. Seit dem Schuljahr 2012/13 setzt die Schule ein vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus speziell für Schulen entwickeltes Qualitätsmanagementsystem ein: QmbS – Qualitätsmanagement an beruflichen Schulen in Bayern.

Überblick über das Qualitätsmanagement an beruflichen Schulen – QmbS

QmbS ist als Qualitätskreislauf angelegt und besteht aus fünf Elementen:

Schulspezifisches Qualitätsverständnis (SQV)

Die Schule und deren Beteiligte legen im SQV gemeinsame schulspezifische Ziele fest. Entgegen der sehr allgemein formulierten Ziele in einem Leitbild soll es als praxisnahes Arbeitsinstrument dienen, welches handlungsleitend für alle weiteren Prozessschritte ist.

Prozesssteuerung

Eine Projektsteuergruppe (QmbS-Team) motiviert die Beteiligten und koordiniert alle Prozesse, z. B. die Erstellung und Anpassung des SQV, die Umsetzung von Zielen in konkrete Maßnahmen, die Durchführung von Evaluationsmaßnahmen, die Analyse der Daten, die Umsetzung des Individualfeedbacks. Das QmbS-Team sorgt zudem dafür, dass die Ergebnisse im Qualitätshandbuch der Schule dokumentiert werden und wichtige Informationen und Daten für alle Beteiligten zugänglich sind.

Individualfeedback

Lehrkräfte, Funktionsträger und die Mitglieder der Schulleitung holen sich regelmäßig, z. B. mithilfe von schriftlichen Befragungen, Interviews und kriteriengeleiteten Unterrichtsbeobachtungen, eine individuelle Rückmeldung von Beteiligten (Schülern, Kollegen, Bildungspartnern) ein. Das Feedback läuft nach bestimmten, vorher vereinbarten Regeln ab. Es soll als Impuls zur persönlichen Weiterentwicklung sowie zur Optimierung der eigenen Arbeit genutzt werden. Deshalb verbleiben die Feedbackdaten ausschließlich in der Hand der Feedback-Nehmer, d. h. sie entscheiden, wie sie mit ihnen weiter verfahren.

Interne Evaluation

Die Schule erhebt in regelmäßigen Abständen, z. B. durch Schüler-, Betriebe- und Mitarbeiterbefragungen, fundierte Daten, die ausschließlich dem schulinternen Gebrauch dienen. Die Analyse und Interpretation des Datenmaterials übernimmt die Schule selbst. Die interne Evaluation dient z. B. dazu, Soll-Ist-Diskrepanzen aufzudecken sowie Leistungsstand, Stärken, aber auch Entwicklungsmöglichkeiten einer Schule oder von Abteilungen bewusst zu machen. Auf der Basis der Ergebnisse der internen Evaluation gilt es dann, Qualitätsziele abzuleiten und die Ziele im SQV neu zu definieren bzw. anzupassen. Nach der Planung und Durchführung von Maßnahmen zur Umsetzung eines Ziels wird in einer erneuten Evaluation überprüft, ob und in welchem Ausmaß die angestrebten Verbesserungen auch wirklich erreicht worden sind.

Externe Evaluation

Ein Team mit qualifizierten Fachleuten spiegelt den Beteiligten eine systematische Außensicht der Schule wider. Das Evaluationsteam untersucht Bedingungen, Prozesse und Ergebnisse der gesamten Schule. Für eine gesicherte Feststellung der Stärken und Schwächen einer Schule stehen den Evaluatoren die Instrumente Befragung, Datenanalyse, Unterrichtsbeobachtung und Interview zur Verfügung. Die Bewertung der Prozesse wird der Schule in Form eines strukturierten Berichtes rückgemeldet. Die darin enthaltenen Empfehlungen bilden die Grundlage für Zielvereinbarungen mit der Schulaufsicht und fließen bei der Weiterentwicklung des SQV ein.

Die Überprüfung des Erfolgs der getroffenen Maßnahmen und der Zielerreichung erfolgt dann durch die interne Evaluation.